Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Moderator: milla
Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Nach Paderborn ist vor Reichenbach. Am Samstag, den 11.04.26 spielt Rockpommel’s Band von 19:30 bis 22 Uhr auf dem Artrock Festival. Als einzige Band an den 3 Festivaltagen hat man uns 2,5 Stunden Spielzeit gegeben. Wen sehen wir denn in Reichenbach?
Sauerland Powerland
Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Renate und Joachim sind in Reichenbach. 

Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Nachdem ich bei den 13 vergangenen Artrock-Festivals jeweils an allen Tagen anwesend war, werde ich auch in diesem Jahr an allen 3 Tagen zugegen sein.
Leider hat der Veranstalter letzte Woche still und heimlich zwei Bands aus dem Programm genommen: HeKz und King of Sweden und stattdessen die italienische Bluesband Black Banjo als Ersatz nominiert. Die waren 2021 schon mal dabei, die passen m.E. überhaupt nicht ins Programm.
Hoffen wir, dass es keine weiteren "Überraschungen" geben wird.
Leider hat der Veranstalter letzte Woche still und heimlich zwei Bands aus dem Programm genommen: HeKz und King of Sweden und stattdessen die italienische Bluesband Black Banjo als Ersatz nominiert. Die waren 2021 schon mal dabei, die passen m.E. überhaupt nicht ins Programm.
Hoffen wir, dass es keine weiteren "Überraschungen" geben wird.
- peter wilhelm
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Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Nun, mein lieber Holli...
mich wird man auch sehen. Wird ne lange Schicht werden...
Allerdings im Stehen vor den Mischer-Häuschen mit frontalem Blick auf die Bühne.
Meinen Lieblingsplatz oben links ( von der Bühne aus geguckt ) in Reihe 1 hinter der Empore im Polstersessel kann ich nicht einnehmen, da dann gute 1 1/2 m des rechten Bühnenabschnittes nicht richtig einsehbar sind. Da die Band aus vielen Personen besteht, werden diese sich relativ breit machen...
Nachdem ich von 2016 bis einschl. 2019 dort Stammgast war ( kann ich natürlich mit "RainerX" nicht mithalten ) und die location bestens kenne, raffe ich mich in diesem Jahr noch einmal auf...
Für mich die beste inhouse-location, die ich kenne.
Licht und Sound phantastisch, das ganze mit ner Drehbühne ausgestattet und und und...
Und nein, RainerX, auf den Veranstalter Uwe Treitinger lasse ich nichts kommen.
Urig, bärbeissig und rustikal, aber ein echter Typ !
Hier seine Ansage zu "Omega" im Jahr 2017.
https://my.hidrive.com/share/pu0xl4s9rz
Gruß Peter
mich wird man auch sehen. Wird ne lange Schicht werden...
Allerdings im Stehen vor den Mischer-Häuschen mit frontalem Blick auf die Bühne.
Meinen Lieblingsplatz oben links ( von der Bühne aus geguckt ) in Reihe 1 hinter der Empore im Polstersessel kann ich nicht einnehmen, da dann gute 1 1/2 m des rechten Bühnenabschnittes nicht richtig einsehbar sind. Da die Band aus vielen Personen besteht, werden diese sich relativ breit machen...
Nachdem ich von 2016 bis einschl. 2019 dort Stammgast war ( kann ich natürlich mit "RainerX" nicht mithalten ) und die location bestens kenne, raffe ich mich in diesem Jahr noch einmal auf...
Für mich die beste inhouse-location, die ich kenne.
Licht und Sound phantastisch, das ganze mit ner Drehbühne ausgestattet und und und...
Und nein, RainerX, auf den Veranstalter Uwe Treitinger lasse ich nichts kommen.
Urig, bärbeissig und rustikal, aber ein echter Typ !
Hier seine Ansage zu "Omega" im Jahr 2017.
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Gruß Peter
Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Da sind wir ja schonmal eine kleine Runde. Bei der Entfernung war klar, dass die Runde nicht so groß wird.
Sauerland Powerland
Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Line-Up
Friday, 10. April 2026
Electric Guitar Land 22.00 Uhr (10. pm)
-Vinnie Moore (UFO)
-Michael Angelo Batio (Manowar)
-Rowan Robertson (DIO)
-Johnny Nasty Boots
The Skys feat. Steve Vantsis 20.00 Uhr (8. pm)
Black Banjo 18.10 Uhr (6.10 pm)
Neronia 16.30 Uhr (4.30 pm)
Saturday, 11. April 2026
Digital Life Project feat. Hasse Fröberg & Mike Thorne 22.30 Uhr (10.30 pm)
Rockpommels Band 19.30 Uhr (7.30 pm)
Flame Drop 17.45 Uhr (5.45 pm)
Ape Shifter 16.10 Uhr (4.10 pm)
Bartosz Kusik & Igor Smelkowski 15.00 Uhr (3 pm)
Sunday, 12. April 2026
Lazuli 20.00 Uhr (8 pm)
Krissy Matthews & Kim Jennett 18.00 Uhr (6 pm)
Le Orme 16.00 Uhr (4 pm)
Aerostation 14.00 Uhr (2 pm)
Friday, 10. April 2026
Electric Guitar Land 22.00 Uhr (10. pm)
-Vinnie Moore (UFO)
-Michael Angelo Batio (Manowar)
-Rowan Robertson (DIO)
-Johnny Nasty Boots
The Skys feat. Steve Vantsis 20.00 Uhr (8. pm)
Black Banjo 18.10 Uhr (6.10 pm)
Neronia 16.30 Uhr (4.30 pm)
Saturday, 11. April 2026
Digital Life Project feat. Hasse Fröberg & Mike Thorne 22.30 Uhr (10.30 pm)
Rockpommels Band 19.30 Uhr (7.30 pm)
Flame Drop 17.45 Uhr (5.45 pm)
Ape Shifter 16.10 Uhr (4.10 pm)
Bartosz Kusik & Igor Smelkowski 15.00 Uhr (3 pm)
Sunday, 12. April 2026
Lazuli 20.00 Uhr (8 pm)
Krissy Matthews & Kim Jennett 18.00 Uhr (6 pm)
Le Orme 16.00 Uhr (4 pm)
Aerostation 14.00 Uhr (2 pm)
Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Ich kann leider nicht dabei sein. Ich habe kein Fahrzeug. Meine Kinder sind alle im Oster-Urlaub und meinem alten Wägelchen kann ich eine solche Strecke nicht abverlangen.
Ich wünsche allen ein wunderbares Konzerterlebnis im schönen Neuberinhaus und hoffentlich nur gute Erfahrungen!
Liebste Grüße aus dem sonnigen Odenwald
Irmi
Ich wünsche allen ein wunderbares Konzerterlebnis im schönen Neuberinhaus und hoffentlich nur gute Erfahrungen!
Liebste Grüße aus dem sonnigen Odenwald
Irmi
Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht ! Keep smiling ... 
Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Zitat aus einem Post von Milla zu Meschede:
Rockpommel´s Band ist wieder zurück aus dem wundervollen Vogtland.
Das Artrock Festival in Reichenbach war für alle ein grandioses Erlebnis.
Zum ersten Mal erklang die Musik von Grobschnitt live in den neuen Bundesländern.
Das Publikum war wunderbar, als hätte es schon viele Jahre auf diesen Augenblick gewartet.
Strahlende Gesichter, stehende Ovationen und nicht enden wollender Applaus.
Es war wieder ein ganz besonderes Abenteuer und wir sind wirklich total dankbar für alles, was wir bis jetzt erleben durften.
-‐-‐‐------‐------------------------------‐----------------------------------------------
Das kann ich nur bestätigen. Obwohl wir etwas skeptisch an das Konzert herangegangen sind, wurde es ein außergewöhnliches Konzert. Technik und Sound passten, die Musiker sehr spielfreudig und ein phantastisches Publikum.
Rockpommel's Band hatte mit 2,5 Stunden die längste Spielzeit von allen 3 Festivaltagen und somit war die Setlist ähnlich wie in Paderborn.
Ich war zwischenzeitlich auch am Merchandising Stand, die Fanartikel waren sehr begehrt. Zudem gab es viele interessante Gespräche. Verwundert war ich, dass viele Fans aus dem Osten auch Grobschnitt nicht kannten. Wir hatten auch LP's und CD's im Verkauf. Wenn ich erklärte, dass 6 Ex-Musiker bei RPB spielen, kam häufiger die Antwort:"Grobschnitt kennen wir nicht."
Auf jeden Fall begeisterte die Grobschnitt Musik. Die Musiker waren anschließend auch im Raum der Merchandising Stände und waren bis in den neuen Tag hinein bei vielen Gesprächen zu beobachten. Es gab sehr viele Fotos mit den Fans und auch entsprechend viele Autogramm Wünsche. Alles in allem wie schon von Milla beschrieben ein klasse Erlebnis.
Nun freut sich Rockpommel's Band auf Zoetermeer in den Niederlanden.
Fotos von J. Hollmann
Rockpommel´s Band ist wieder zurück aus dem wundervollen Vogtland.
Das Artrock Festival in Reichenbach war für alle ein grandioses Erlebnis.
Zum ersten Mal erklang die Musik von Grobschnitt live in den neuen Bundesländern.
Das Publikum war wunderbar, als hätte es schon viele Jahre auf diesen Augenblick gewartet.
Strahlende Gesichter, stehende Ovationen und nicht enden wollender Applaus.
Es war wieder ein ganz besonderes Abenteuer und wir sind wirklich total dankbar für alles, was wir bis jetzt erleben durften.
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Das kann ich nur bestätigen. Obwohl wir etwas skeptisch an das Konzert herangegangen sind, wurde es ein außergewöhnliches Konzert. Technik und Sound passten, die Musiker sehr spielfreudig und ein phantastisches Publikum.
Rockpommel's Band hatte mit 2,5 Stunden die längste Spielzeit von allen 3 Festivaltagen und somit war die Setlist ähnlich wie in Paderborn.
Ich war zwischenzeitlich auch am Merchandising Stand, die Fanartikel waren sehr begehrt. Zudem gab es viele interessante Gespräche. Verwundert war ich, dass viele Fans aus dem Osten auch Grobschnitt nicht kannten. Wir hatten auch LP's und CD's im Verkauf. Wenn ich erklärte, dass 6 Ex-Musiker bei RPB spielen, kam häufiger die Antwort:"Grobschnitt kennen wir nicht."
Auf jeden Fall begeisterte die Grobschnitt Musik. Die Musiker waren anschließend auch im Raum der Merchandising Stände und waren bis in den neuen Tag hinein bei vielen Gesprächen zu beobachten. Es gab sehr viele Fotos mit den Fans und auch entsprechend viele Autogramm Wünsche. Alles in allem wie schon von Milla beschrieben ein klasse Erlebnis.
Nun freut sich Rockpommel's Band auf Zoetermeer in den Niederlanden.
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- peter wilhelm
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Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Nun, mein lieber Holli,
alles in allem so von Euch beschrieben, wie ich es schon seit Tag und Jahr erzählte.
Schade, dass mich meine Erkrankung aus dem Rennen warf...
Gruß Peter
alles in allem so von Euch beschrieben, wie ich es schon seit Tag und Jahr erzählte.
Schade, dass mich meine Erkrankung aus dem Rennen warf...
Gruß Peter
Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Ja Peter, es war eine tolle Atmosphäre und liebe Menschen. Viele Fans, die so wie du jedes Jahr beim Festival sind. Gegenüber der Halle standen auf einem Schulhof ca. 10 Wohnmobile. Kaum war ich da, gab es selbstgebrautes Bier, welches sehr lecker war. Ein holländisches Wohnmobil hatte sogar eine Zapfanlage eingebaut.
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Sauerland Powerland
Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Das ist ja mal ein besonderes Lob. Kommentar eines Besuchers vom Artrockfestival auf einen Beitrag von Uwe Treitinger, dem Veranstalter. Dieser Fan hat alle Artrockfestivals die es gab besucht und dann so ein Lob. Da kann man doch ein wenig Stolz drauf sein.
Ja lieber Peter, du als ebenfalls erfahrener Artrock Fan war es schade, dass du nicht dabei sein konntest. Nicht nur ich hätte dich da gerne getroffen.
Ja lieber Peter, du als ebenfalls erfahrener Artrock Fan war es schade, dass du nicht dabei sein konntest. Nicht nur ich hätte dich da gerne getroffen.
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Sauerland Powerland
Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Es ist schon etwas her, aber diesen schönen Bericht vom Artrock Festival in Reichenbach wollte ich euch gerne posten.
Bericht von Udo Eckhardt erschienen bei Stone Prog
Kompletter Bericht mit Fotos unter: https://stone-prog.de/2026/05/05/livere ... tag-11-04/
Nähern wir uns dem Höhepunkt des Abends – ach was sage ich, eigentlich einem der Höhepunkte in der gesamten Historie des Artrock Festivals. Und das muss nicht immer der Headliner des Tages sein. Die deutsche Band Grobschnitt beendete nach mehreren Auflösungen, Pausen und Reinkarnationen ihre Karriere eigentlich 2012 mit der „Next Party“-Tour. Doch ihr musikalisches Erbe aus den 70er-Jahren ließ die Beteiligten nie ganz los. Heute sind wieder drei ehemalige Mitglieder als Akustik-Trio unterwegs und verfügen zudem über die Namensrechte. Gleichzeitig blieb jedoch der Wunsch bestehen, das klassische Repertoire auch wieder elektrisch und in voller Bandbesetzung auf die Bühne zu bringen.
Schließlich fanden sich mehrere Musiker der letzten Grobschnitt-Phase wieder zusammen, ergänzt um neue Mitstreiter, und stellten fest, dass die gemeinsame Chemie nach wie vor stimmte. Hinzu kam der persönliche Bezug zum Material: Teile der Besetzung hatten an den Kompositionen selbst mitgewirkt und wollten diese Musik nicht als bloßes Coverprojekt, sondern als lebendige Weiterführung präsentieren. Der Anspruch war bewusst, vergangene Zeiten nicht zu kopieren, sondern die Stücke mit neuer Besetzung und frischen Arrangements wieder zu beleben.
So nannte man sich kurzerhand Rockpommel’s Band – eine augenzwinkernde Anspielung auf das Kultalbum Rockpommel’s Land, die in der Fangemeinde sofort verstanden wurde und zugleich deutlich macht, dass es sich um ein eigenständiges Projekt handelt. Bereits die Premiere am 3. und 4. Oktober 2025 in Hagen-Hohenlimburg war ein voller Erfolg. Nach weiteren Auftritten in Menden und beim Rockfestival in Paderborn spielten die Musiker – wie Milla Kapolke ausdrücklich betonte – nun erstmals in Sachsen. Insgesamt acht Musiker standen auf der Bühne: Neben Milla Kapolke und Rolf „Admiral Top Sahne“ Möller stand auch Grobschnitt-Urgestein Toni Moff Mollo auf der Bühne. Seit 1972 dabei, zwar seitdem nicht mehr gewachsen, aber dennoch groß – vor allem stimmlich, wie sich einmal mehr feststellen ließ.
Ergänzt wurde die Besetzung durch Manu Kapolke, Deva Tattva und Demian Hache aus der Phase 2007–2012 sowie Gitarrist Kevin Hollmann, bekannt von der Grobschnitt-Coverband Nebelreise.
In vorderster Front schließlich der fantastische neue Sänger Armin Krull, ein Urgestein der Hagener Musikszene und früher unter anderem bei Marrakesh Express aktiv. Der Band wurde eigens eine Spielzeit von zweieinhalb Stunden eingeräumt, um die epischen Kompositionen in angemessener Länge präsentieren zu können. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich der Namensgeber: das 1978 erschienene Album Rockpommel’s Land, das vollständig und mit 45 Minuten Spielzeit aufgeführt wurde. Begleitet wurde die Suite von stimmungsvollen visuellen Projektionen, die die Geschichte lebendig werden ließen – vom Tanz der Stone Men bis hin zum bunten Vogel Maraboo, der klein Ernie auf seiner Reise begleitet und damit auch optisch den klassischen Grobschnitt-Kosmos wieder auferstehen ließ. Auch die beiden 80er-Jahre-Stücke Vater Schmidt’s Wandertag und Könige der Welt wurden vom damals typischen, etwas sterilen Plastiksound ihrer Entstehungszeit regelrecht befreit und in ein deutlich wärmeres, organischeres Klangbild überführt. Gerade bei Letzterem wurde es zudem inhaltlich nachdenklich: Milla Kapolke erinnerte daran, dass man seinerzeit Texte geschrieben habe, mit denen man glaubte, die Welt ein Stück verbessern zu können – leider sei man heute von einer besseren Welt eher weiter entfernt als damals.
Ein kurzer Blick auf die Uhr – oh, schon kurz nach neun. „Wir spielen jetzt noch ein Lied“ – womit eigentlich jeder im Saal wusste, was nun folgen würde: das Signaturstück der Band, Solar Music in der „Sonnentanz“-Version. Musikalisch das Überstück im Grobschnitt-Kosmos, dessen Wirkung sich kaum in Worte fassen lässt. Atmosphäre, Gänsehaut, Freudentränen – hier kommt alles zusammen, was diese Musik seit Jahrzehnten so besonders macht.
Und da im Neuberinhaus traditionell gefühlt die halbe Feuerwehr-Hundertschaft von Reichenbach bereitsteht, durfte auch ordentlich mit Pyrotechnik gezündelt werden – und nicht nur mit ein paar Funken aus der Flex, wie man es anderswo ersatzweise macht, weil man es anders nicht mehr darf. Flammen, Effekte und skurrile Gestalten unterstrichen den epischen Charakter der Komposition zusätzlich.
Als ob das noch nicht gereicht hätte, lief auch der Hazer permanent auf vollen Touren. Viel, viel Nebel und tiefblaues LED-Licht mögen zwar auf der Bühne spektakulär aussehen, sind allerdings nicht unbedingt der Freund von Fotografen und Videofilmern. Zahlreiche Details der überaus sehenswerten Show verschwanden dadurch in einer dichten Waschküche, und was das Auge vor Ort noch erahnen konnte, löste sich auf Bildern und Videos nur noch als geisterhafte Silhouette in einem Meer aus dicker blauer Tinte auf.
Das Publikum zeigte sich nach diesem knapp 48-minütigen Spektakel restlos begeistert. Spätestens mit den letzten, langsam verklingenden Passagen von Solar Conclusion verwandelte sich der Saal in eine einzige jubelnde Menge. Minutenlange Standing Ovations waren die logische Folge – nicht nur höflicher Applaus, sondern echte Begeisterung für eine Show, die viele so wohl nicht mehr erwartet hatten.
Zeit für eine lautstark geforderte Zugabe war am Ende dann doch noch. Mit Mary Green vom Album Illegal – damals noch wörtlich zu nehmen, mittlerweile legal, den meisten jedoch… nun ja, eher sch ..egal – setzte die Band einen augenzwinkernden Schlusspunkt. „Mary“ erschien standesgemäß mit einer überdimensionierten Tüte und sorgte damit nicht nur für Heiterkeit, sondern blies gleich noch zusätzliche Nebelschwaden über die ohnehin bereits großzügig vernebelte Bühne.
Die Musiker selbst wirkten sichtlich begeistert von dem, was sie in den vorangegangenen zweieinhalb Stunden angerichtet hatten, und verabschiedeten sich vom Publikum, nicht ohne zuvor noch die nächsten Stationen bekannt zu geben: Zoetermeer, Burg Herzberg, Aschaffenburg – irgendwo dort werde man sich sicher wiedersehen. Nach diesem Auftritt dürfte daran kaum jemand im Saal gezweifelt haben
Bericht von Udo Eckhardt erschienen bei Stone Prog
Kompletter Bericht mit Fotos unter: https://stone-prog.de/2026/05/05/livere ... tag-11-04/
Nähern wir uns dem Höhepunkt des Abends – ach was sage ich, eigentlich einem der Höhepunkte in der gesamten Historie des Artrock Festivals. Und das muss nicht immer der Headliner des Tages sein. Die deutsche Band Grobschnitt beendete nach mehreren Auflösungen, Pausen und Reinkarnationen ihre Karriere eigentlich 2012 mit der „Next Party“-Tour. Doch ihr musikalisches Erbe aus den 70er-Jahren ließ die Beteiligten nie ganz los. Heute sind wieder drei ehemalige Mitglieder als Akustik-Trio unterwegs und verfügen zudem über die Namensrechte. Gleichzeitig blieb jedoch der Wunsch bestehen, das klassische Repertoire auch wieder elektrisch und in voller Bandbesetzung auf die Bühne zu bringen.
Schließlich fanden sich mehrere Musiker der letzten Grobschnitt-Phase wieder zusammen, ergänzt um neue Mitstreiter, und stellten fest, dass die gemeinsame Chemie nach wie vor stimmte. Hinzu kam der persönliche Bezug zum Material: Teile der Besetzung hatten an den Kompositionen selbst mitgewirkt und wollten diese Musik nicht als bloßes Coverprojekt, sondern als lebendige Weiterführung präsentieren. Der Anspruch war bewusst, vergangene Zeiten nicht zu kopieren, sondern die Stücke mit neuer Besetzung und frischen Arrangements wieder zu beleben.
So nannte man sich kurzerhand Rockpommel’s Band – eine augenzwinkernde Anspielung auf das Kultalbum Rockpommel’s Land, die in der Fangemeinde sofort verstanden wurde und zugleich deutlich macht, dass es sich um ein eigenständiges Projekt handelt. Bereits die Premiere am 3. und 4. Oktober 2025 in Hagen-Hohenlimburg war ein voller Erfolg. Nach weiteren Auftritten in Menden und beim Rockfestival in Paderborn spielten die Musiker – wie Milla Kapolke ausdrücklich betonte – nun erstmals in Sachsen. Insgesamt acht Musiker standen auf der Bühne: Neben Milla Kapolke und Rolf „Admiral Top Sahne“ Möller stand auch Grobschnitt-Urgestein Toni Moff Mollo auf der Bühne. Seit 1972 dabei, zwar seitdem nicht mehr gewachsen, aber dennoch groß – vor allem stimmlich, wie sich einmal mehr feststellen ließ.
Ergänzt wurde die Besetzung durch Manu Kapolke, Deva Tattva und Demian Hache aus der Phase 2007–2012 sowie Gitarrist Kevin Hollmann, bekannt von der Grobschnitt-Coverband Nebelreise.
In vorderster Front schließlich der fantastische neue Sänger Armin Krull, ein Urgestein der Hagener Musikszene und früher unter anderem bei Marrakesh Express aktiv. Der Band wurde eigens eine Spielzeit von zweieinhalb Stunden eingeräumt, um die epischen Kompositionen in angemessener Länge präsentieren zu können. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich der Namensgeber: das 1978 erschienene Album Rockpommel’s Land, das vollständig und mit 45 Minuten Spielzeit aufgeführt wurde. Begleitet wurde die Suite von stimmungsvollen visuellen Projektionen, die die Geschichte lebendig werden ließen – vom Tanz der Stone Men bis hin zum bunten Vogel Maraboo, der klein Ernie auf seiner Reise begleitet und damit auch optisch den klassischen Grobschnitt-Kosmos wieder auferstehen ließ. Auch die beiden 80er-Jahre-Stücke Vater Schmidt’s Wandertag und Könige der Welt wurden vom damals typischen, etwas sterilen Plastiksound ihrer Entstehungszeit regelrecht befreit und in ein deutlich wärmeres, organischeres Klangbild überführt. Gerade bei Letzterem wurde es zudem inhaltlich nachdenklich: Milla Kapolke erinnerte daran, dass man seinerzeit Texte geschrieben habe, mit denen man glaubte, die Welt ein Stück verbessern zu können – leider sei man heute von einer besseren Welt eher weiter entfernt als damals.
Ein kurzer Blick auf die Uhr – oh, schon kurz nach neun. „Wir spielen jetzt noch ein Lied“ – womit eigentlich jeder im Saal wusste, was nun folgen würde: das Signaturstück der Band, Solar Music in der „Sonnentanz“-Version. Musikalisch das Überstück im Grobschnitt-Kosmos, dessen Wirkung sich kaum in Worte fassen lässt. Atmosphäre, Gänsehaut, Freudentränen – hier kommt alles zusammen, was diese Musik seit Jahrzehnten so besonders macht.
Und da im Neuberinhaus traditionell gefühlt die halbe Feuerwehr-Hundertschaft von Reichenbach bereitsteht, durfte auch ordentlich mit Pyrotechnik gezündelt werden – und nicht nur mit ein paar Funken aus der Flex, wie man es anderswo ersatzweise macht, weil man es anders nicht mehr darf. Flammen, Effekte und skurrile Gestalten unterstrichen den epischen Charakter der Komposition zusätzlich.
Als ob das noch nicht gereicht hätte, lief auch der Hazer permanent auf vollen Touren. Viel, viel Nebel und tiefblaues LED-Licht mögen zwar auf der Bühne spektakulär aussehen, sind allerdings nicht unbedingt der Freund von Fotografen und Videofilmern. Zahlreiche Details der überaus sehenswerten Show verschwanden dadurch in einer dichten Waschküche, und was das Auge vor Ort noch erahnen konnte, löste sich auf Bildern und Videos nur noch als geisterhafte Silhouette in einem Meer aus dicker blauer Tinte auf.
Das Publikum zeigte sich nach diesem knapp 48-minütigen Spektakel restlos begeistert. Spätestens mit den letzten, langsam verklingenden Passagen von Solar Conclusion verwandelte sich der Saal in eine einzige jubelnde Menge. Minutenlange Standing Ovations waren die logische Folge – nicht nur höflicher Applaus, sondern echte Begeisterung für eine Show, die viele so wohl nicht mehr erwartet hatten.
Zeit für eine lautstark geforderte Zugabe war am Ende dann doch noch. Mit Mary Green vom Album Illegal – damals noch wörtlich zu nehmen, mittlerweile legal, den meisten jedoch… nun ja, eher sch ..egal – setzte die Band einen augenzwinkernden Schlusspunkt. „Mary“ erschien standesgemäß mit einer überdimensionierten Tüte und sorgte damit nicht nur für Heiterkeit, sondern blies gleich noch zusätzliche Nebelschwaden über die ohnehin bereits großzügig vernebelte Bühne.
Die Musiker selbst wirkten sichtlich begeistert von dem, was sie in den vorangegangenen zweieinhalb Stunden angerichtet hatten, und verabschiedeten sich vom Publikum, nicht ohne zuvor noch die nächsten Stationen bekannt zu geben: Zoetermeer, Burg Herzberg, Aschaffenburg – irgendwo dort werde man sich sicher wiedersehen. Nach diesem Auftritt dürfte daran kaum jemand im Saal gezweifelt haben
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Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Leck mich am Poppes - was für ein geiler Bericht! Danke Holli!
"We are going to die, and that makes us the lucky ones. Most people are never going to die because they are never going to be born.
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Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Meine Worte seit Jahren...holli hat geschrieben: ↑03.07.2026, 08:49 Es ist schon etwas her, aber diesen schönen Bericht vom Artrock Festival in Reichenbach wollte ich euch gerne posten.
Bericht von Udo Eckhardt erschienen bei Stone Prog
Kompletter Bericht mit Fotos unter: https://stone-prog.de/2026/05/05/livere ... tag-11-04/
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Als ob das noch nicht gereicht hätte, lief auch der Hazer permanent auf vollen Touren. Viel, viel Nebel und tiefblaues LED-Licht mögen zwar auf der Bühne spektakulär aussehen, sind allerdings nicht unbedingt der Freund von Fotografen und Videofilmern. Zahlreiche Details der überaus sehenswerten Show verschwanden dadurch in einer dichten Waschküche, und was das Auge vor Ort noch erahnen konnte, löste sich auf Bildern und Videos nur noch als geisterhafte Silhouette in einem Meer aus dicker blauer Tinte auf.
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Gruß Peter
Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Habt ihr eigentlich schon die Bilder gesehen von Fobo und mir vom gesamten Artrockfestival in "Germanrock.de".
Da sind auch Bilder mit blauem Licht dabei die richtig gut geworden sind.
Da sind auch Bilder mit blauem Licht dabei die richtig gut geworden sind.
Re: Re: Rockpommel´s Band auf dem Artrock Festival in Reichenbach
Ja klar, habe ich gesehen.
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